News-Archiv

Am 01. November 2015 ist Weltvegantag

Katzen werden gechippt

Hundewanderung am 05.12.2015

Notfelle suchen Paten/Interessenten

Mischlingswelpen suchen ein neues Zuhause

Mitgliederversammlung setzt starkes Zeichen

Tierheim läuft beim Firmenlauf mit

8 Welpen an der Autobahn ausgesetzt

4 Schlangen aus Massentierhaltung übernommen

7 ausgesetzte Hunde auf dem Schlossberg gefunden

Mach' die Tonne leer — Wegwerfstopp für Supermärkte

Fische leiden auch - Volkssport - Fischmord

Das war das Tierheimfest 2015

Hängebauchschwein aus schlechter Haltung befreit

Schleswig-Holstein verabschiedet neues Hundegesetz und schafft Rasselisten ab

Fly und Ayk können vermittelt werden

Wie lustig ist Leid? - Keine Wildtiere im Zirkus

Tierisch-Tierisch - Ausstrahlung am 17.06.

25 Jahre Tierschutzverein Chemnitz&Umgebung e.V.

Ehemaliger Besitzer von Fly und Ayk in Leipzig verhaftet

Tag des Versuchstiers: Forschung ja, Tierversuche nein!

Deutscher Tierschutzbund fordert strikte Aufklärung durch den Zoofachhandel und ein Heimtierschutzgesetz

Nächste Gassigeherschulung am 18.07.2015

Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Sachsen e.V.

Sinkende Versuchstierzahlen: Augenwischerei

Abschuss von Wölfen
erhöht Nutztierrisse
 

Tierschutzbund: Wildtierverbot in Zirkussen

22. März 2015 - Weltwassertag

3. März - Tag des Artenschutzes

Nächste Gassigeherschulung am 18.04.2015 

Anpassung der Vermittlungsgebühren

Jahresrückblick 2014 -
das sind die Zahlen
 

Rückblick Wölfe in
Sachsen 2014


Ich bin ein Star - baut mir ein Haus! 

Deutscher Tierschutzbund unterstützt Tierheim

Hinweis für die Paten des Tierheims

Firmenlauf - wir nehmen wieder teil 

Keime im Putenfleisch

Schwerer Fall von Tierquälerei

Weihnachtsspenden im Tierheim Chemnitz

EU-US-Freihandelsabkommen

Versteckter Echtpelz in Kleidungsstücken

Katzenschwemme im Tierheim Chemnitz

Tierheimfest war ein voller Erfolg

Welttierschutztag am 04. Oktober

01. Oktober - Weltvegetariertag

Die neuen Tierheimkalender sind da!

Boxerwelpen können vermittelt werden

Tierheim Chemnitz erhält Tierschutzplakette

Schnäbelkürzen soll verboten werden

Grundrechte für Menschenaffen

Tierheim läuft beim Firmenlauf mit

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl - wie denken
die Parteien über Tierschutz?


Flusskrebse können Angst empfinden   

Das Schlachten trächtiger Kühe

Tag der offenen Tür im Tierheim Chemnitz

Flosse sucht ein neues Zuhause 

Neues Säugetiergutachten  

Fettleibigkeit bei Tieren unterschätzt 

Strafanzeige gegen Ferkelzüchter 

Gewässerbelastung durch Entenfüttern   

Erneut ein illegaler Wolfsabschuss    

Tierheim als Bauernhof  

Neues von Flosse  

Nächste Gassigeherschulung am 23.08.2014  

Ausgesetzter Welpe mit mutiertem Hinterlauf

Tag gegen Tiertransporte 

Kollege Hund ist wieder da

Hundewelpen aus illegalem Handel im Tierheim

Shoppen und Spenden - nichts leichter als das

Mitgliederversammlung Tierschutzverein

Gooding - dein Beitrag zählt

Kaninchenleid zur Osterzeit

Osterfeuer – Große Gefahr für Wildtiere

Tag des Versuchstieres –
3-Millionen-Grenze überschritten


Jacky ist wieder da

Erneuter Einbruch im Tierheim Chemnitz!

2029 und 1942 Tage im Tierheim

Nächste Gassigeherschulung am 10.05.2014

830 Tiere in einem Jahr

Anpassung der Vermittlungsgebühren

Mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung!

futalis unterstützt vier Tierheime

Für eine Zukunft der Landwirtschaft

30000 fordern Stopp der Agrarindustrie 

Saatgut: Bunte Vielfalt statt genormte Einfalt

Deutscher Jagdverband will verwilderte Hauskatzen in Tierheime abschieben 

„Jäger in der Falle“ – eine Doku des ZDF 

Alle 10 Sekunden stirbt ein Tier im Labor 

Vier Jahre Qual für ein paar Pullover 

Nächste Gassigeherschulung am 01.03.2014

Weihnachtsspenden im Tierheim Chemnitz 

Tierisch-Tierisch im Tierheim Chemnitz 

Weihnachtsspende

Schwarz-Rot streicht Tierschutz-Verbandsklage 

Die Esel sind los!

Überlegungen über die „Rettung“ von Igeln 

Nächste Gassigeherschulung am 23.11.2013

Nächste Gassigeherschulung am 28.09.2013

Hundewanderung im Tierheim Chemnitz

Tiernutzgesetz tritt in Kraft

Nächste Gassigeherschulung am 17.08.2013 

Urteil zur Hundehaltung in Mietwohnungen 

Sofortprogramm Praktischer Tierschutz

Elektronische Tierkennzeichnung

Esel erobern die Großtierstation 

Eine tierisch besondere Unterrichtsstunde

Vegane Aktion – 4 Wochen vegan essen

Aus für Tierversuche für Kosmetik

16 Perserkatzen übernommen 

Betrugsvorwüfe gegen Legehennenhalter 

Nächste Gassigeherschulung

Studie beweist: Versuche an Mäusen nicht geeignet

Deutschland an drittletzter Stelle bei Umsetzung der EU-Schweineverordnung 

Anpassung Vermittlungs-gebühren für Hunde 

Nächste Gassigeherschulung

Illegale Käfighaltung von Schweinen stoppen! 

Herzlichen Dank 

Spenden - aber richtig 

Tierheimkalender 2013 erhältlich 

Nächste Gassigeherschulung

Gassigehen als Freizeitbeschäftigung 

Alle 11 Sekunden stirbt
ein Tier im Labor


"More than Honey" ab 8.11.12 im Kino

Verpfuschtes Tierschutzgesetz soll im Eilverfahren beschlossen werden

Tipps für die Igelzeit

Stallzertifizierungen beginnen

Scharfe Kritik an Jagd-gesetzgebung und Kirche

Nächste Gassigeherschulung

Wolfsvortrag im Gymnasium Einsiedel

Grund zu Feiern: 20 Jahre Hilfe für Tiere in Not

Entenhausen wird eröffnet 

Stadtrat Chemnitz lehnt Tierschutzbeirat ab 

Nächste Gassigeherschulung

Westie-Mix mit schwerem Milbenbefall gefunden

Sanierung Hundezwingeranlage abgeschlossen

Jagdgesetz – kein großer Wurf für Tierschutz

Tierheim-Eingang bekommt neuen Anstrich

Wellness-Oase für die Hängebauchschweine 

Initiative gegen die Hundesteuer

Tag gegen Tiertransporte

Tipps für das Reisen mit Tieren 

Nächste Gassigeherschulung

Demo gegen Massentierhaltung *Bericht*

Jungvogel gefunden – was nun? 

„Kollege Hund“ – ein
   tierischer Schnuppertag


Fahrraddemo gegen
   Massentierhaltung
 

Veränderung im Vorstand

Tierisch-Tierisch wieder
   zu Gast im Tierheim
 

Haflingerfohlen zieht
   in Großtierstation ein
 

Der etwas andere
   Zirkusbesuch
 

Verpoorten verzichtet
   auf Käfigeier


Geschenktipp zu Ostern

Kröten haben Vorfahrt

Julia Rohde und der
  Deutsche Tierschutzbund
  rufen zum Aktionstag
  „Kollege Hund“ auf


Tätowieren von
  Hundewelpen


Umfrage zur Haltung von
  Legehennen


Tierheim Chemnitz
  übernimmt Kleintiere aus
  Massentierhaltung


Nächste
  Gassigeherschulung am
  21.04.2012


Hängebauchschweine
  beziehen Großtierstation
  im Tierheim Chemnitz


Etwas Licht und viel
  Schatten beim Entwurf des
  Sächsischen Jagdgesetzes


Kältewelle: Tipps für den
   Umgang mit Tieren


Stellungnahme zum
   Sächsischen Jagdgesetz


Wechsel an Spitze des
   dt. Tierschutzbundes


Geschäft mit Hunden aus
   dem Ausland boomt!


Heimatlose Katzen
   versorgen - aber richtig


Informationen zu
   Listenhunden


Tiere aus dem Ausland

Wildtierverbot im Zirkus

Nächste Gassigeher-
   schulung am 24.03.2012


Kaninchen in Gartensparte 
   entsorgt


Nächste Gassigeher- 
   schulung am 07.01.2012


Die neuen
   Tierheimkalender sind da!


Fachvortrag von Dr. Riedel
   und Lesung von
   Tiergeschichten


Ukraine: Tötungen von
   Straßenhunden vor Fußball-
   Europameisterschaft nicht
   akzeptabel


Verletzter Hund im
   Zeisigwald gefunden


Hund Rex nach 3 Jahren
   Tierheimaufenthalt
   erfolgreich vermittelt


15 Welpen warten im
   Tierheim auf ein neues
   Zuhause


Igelhilfe – gewusst wie

Diskussion um ein neues
   Jagdgesetz in Sachsen in
   der Endphase


Widerstand gegen neue
   Hühnermassenhaltungen
   in Sachen wächst


Der andere Zirkus

Tierheim übernimmt 16
   Hunde aus Massenhaltung


Für ein neues
   Tierschutzgesetz!


Volkssolidarität spendet
   dem Tierheim


Nächste Gassigeher-
   schulung am 29.10.2011


Hundewanderung im
   Tierheim Chemnitz


Hundewanderung am
   25.09.2011


Auslandstierschutz ja –
   Hundehandel nein!


Tipps zum Tierschutz
   im Ausland


Odyssee mit Happy End

Tierheimautos erstrahlen
   in neuem Glanz


Pünktlich zum Sommer

Chippflicht ab Juli 2011

Tierschützerin jetzt
   First Lady


Nächste Gassi-
   geherschulung am 20.08.11


Katze mit Jungtier auf dem
   Sperrmüll entsorgt


Shanti-Ich hab schon die
   halbe Welt gesehen


Taubenhaus auf dem
   Tierheimgelände


Jungvogel gefunden?

Exotischer Neuzugang

Klonfleisch ohne
   Kennzeichnung

Bundestag läßt Pferde
   leiden

Gassigeherschulung am 4.6.

Luchs Wildtier des Jahres

Operation gut überstanden

Beagleclub Deutschland
  spendet für Fanny

Alle lieben Fanny

Kaninchen an
  Hauptstraße ausgesetzt

Ständerhaltung von
  Pferden tierschutzwidrig

Vorstand im Gespräch mit
   grünen Stadtratsfraktion

Änderungen in der
  Hundesteuersatzung

"Tierisch, tierisch"
  im Tierheim Chemnitz

Fördermittel für
  2011 angehoben

Spendenaktion im
  Fressnapf Zschopauer Str.

Fressnapf spendet
  Weihnachtsleckereien

Igelhilfe – gewusst wie

Die neuen Tierheimkalender
   sind da!

Werbepartner für
   Tierheimmobil gesucht

Städte wollen Kastrations-
   pflicht für Katzen

Schluss mit Pferdebrand
   in Deutschland!

Wieder Tiere vor dem
   Tierheim ausgesetzt


Ende des Stierkampfs
   greifbar nahe

EU will Anzahl der
   Tierversuche reduzieren

Zur Situation der
   Hundewiesen in Chemnitz

Botanischer Garten in
   Chemnitz vor dem Aus


Gelungener Auftakt für
   Spendenaktion


Politiker zu Besuch im
   Tierheim Chemnitz


Tierschützer und
   Lokalpolitiker von
   Bündnis 90/Die Grünen
   beraten zum Tierschutz


Tierschutzlehrpfad entsteht
   im Tierheim Chemnitz


Impressionen vom
   Tag der offenen Tür

16 Welpen ausgesetzt

Eingangszone Tierheim
  wird umgestaltet


Tierschutzverein Chemnitz
  und „Tiere in Not“ an einem
  Tisch

19. Juni 2010
  Tag der offenen Tür

Kennzeichnungspflicht für
  Hunde in Großbritannien


Meißner Widder ist bedrohte
  Haustierrasse 2010


Stierkampf in Katalonien
  vor dem Aus?


Dachs ist Tier des Jahres

Neue Terrarien für Reptilien im Tierheim Chemnitz

Kaufland verzichtet vollständig auf den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung

EU-Staaten erlassen Fangverbot für Dornhai

Käfighaltung in Deutschland verboten – in der EU aber weiter erlaubt!

Tierschutzrechtsfälle jetzt im Netz

Endlich Handelsverbot für Robbenprodukte

Vor 20 Jahren Neubeginn
im Tierschutz


Informationsveranstaltung für Gassigeher

Erste Bewohner beziehen neue Großtierstation im Tierheim Chemnitz

Tierheim Chemnitz an
Auflösung einer
Massenhundehaltung
beteiligt


Tierheimkalender war
großer Erfolg

Wir bei "Tierisch, tierisch!"


Aktuelle News aus dem Tierheim Chemnitz    
• Tierschutzbund warnt vor übereilten Entscheidungen bei Geflügelpest

In einer Mastputenhaltung im niedersächsischen Barßel-Lohe (Landkreis Cloppenburg) hat sich der Verdacht auf das hoch ansteckende Geflügelpest-Virus H5N8 bestätigt. Als Vorsichtsmaßnahme ordnete der Landkreis Cloppenburg die Tötung der rund 16.000 Putenhähne an. Laut Medienberichten sollen nun weitere 92.000 Tiere im Radius von einem Kilometer um den Betrieb herum getötet werden. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt jedoch die vorsorgliche Tötung gesunder Tiere vehement ab. Statt solcher Panikaktionen müssen die Landwirte zu noch strikterer Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen angehalten werden. Da Geflügel heutzutage in riesigen Beständen gehalten wird, sind die Auswirkungen von Tierseuchenausbrüchen immer dramatischer. Besonders in Regionen mit sehr hoher Tier- und Betriebsdichte, wie in Cloppenburg und anderen Landkreisen Niedersachsens, ist das Ansteckungsrisiko bei Virusverbreitung erhöht.

„Die vorbeugende Tötung nicht nachweislich infizierter Tiere ist aus Tierschutzsicht klar abzulehnen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bis sicher ist, ob eine Infektion tatsächlich erfolgte oder nicht, sollten zunächst nur Sicherheitsmaßnahmen angeordnet werden.“ Zu möglichen Maßnahmen zählen ein Verbot des Tierverkehrs sowie des Transports von Geflügelprodukten und -mist, verschärfte Hygienemaßnahmen und unter Umständen eine Schutzimpfung. Impfungen gegen die Klassische Geflügelpest sind grundsätzlich verboten, da sie keinen hundertprozentigen Schutz bieten, können jedoch im Einzelfall von der Behörde angeordnet werden. In Risikogebieten können Impfungen eine sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Seuche sein und die Tiere vor einer lebensbedrohlichen Erkrankung schützen.

Die Tötung zigtausender Tiere ist aus Sicht der Tierschützer letztlich auch eine Folge der aus dem Ruder gelaufenen Agrarindustrie: Immer mehr Tiere werden auf immer engerem Raum in immer größeren Ställen gehalten. Die Dimension einer Seuche lässt sich so kaum mehr eingrenzen. Die Konsequenzen der Geflügelpest sind in industriellen Tierhaltungen fataler als in kleinen Beständen: Durch die hohe Tierzahl können sich Erreger auf mehr Tiere ausbreiten. Von Tötungsmaßnahmen sind folglich deutlich mehr Tiere betroffen. Eine hohe Betriebsdichte wie in Niedersachsen, wo rund 100 Millionen Geflügeltiere gehalten werden, verschärft die Situation zusätzlich. Zudem sind die Tiere in nicht-tiergerechten Intensivhaltungssystemen durch chronische Überlastung des Abwehrsystems sehr anfällig für Infektionserkrankungen. Personen- und Transportverkehr zwischen den Betrieben stellen ein hohes Risiko für eine Virusübertragung dar.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Dezember 2016

• Tierfreundlich waschen mit Kastanien

Auf seiner Website www.jugendtierschutz.de stellt der Deutsche Tierschutzbund Tipps für Kinder und Jugendliche bereit. Aktuell zeigt der Verband unter anderem, wie man mit Kastanien tierfreundlich waschen kann. Damit bieten Kastanien gerade im Herbst eine Alternative zu handelsüblichen Waschmitteln, die Inhaltsstoffe enthalten können, die an Tieren getestet wurden. Weitere Vorteile des Kastanienwaschmittels: Es ist umweltfreundlich und kostenfrei.

„Es ist erstaunlich, aber es funktioniert“, sagt Irmina Theuß, Jugendreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. „Mit Kastanien können Kinder – natürlich auch gemeinsam mit ihren Eltern - leicht und kostenfrei eigenes Waschmittel herstellen und sich nebenbei auch noch für Tiere stark machen. Denn dieses Waschmittel ist garantiert ohne Tierversuche, ohne tierische Inhaltsstoffe und produziert keinen Plastikmüll.“

Die Rosskastanie gehört zu den Seifenbaumgewächsen und enthält Saponine, seifenähnliche Stoffe, die sich aus der Kastanie lösen, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommt. Für einen Waschgang benötigt man circa zehn Kastanien. Diese zerkleinert man mit einem Messer und übergießt sie mit 300 Milliliter warmem Wasser. Die eingelegten Kastanien müssen dann über Nacht stehen, bevor man sie am nächsten Tag heraussieben kann. Die Flüssigkeit, die zurück bleibt, kann dann als Waschmittel genutzt werden. Wer mehrere Kilo Kastanien sammelt, kann einen Jahresvorrat Waschmittel anlegen. Etwa fünf Kilogramm reichen für ein Jahr.

Tierversuche für Inhaltsstoffe von Waschmitteln
Obwohl Waschmittel verboten sind, können darin – genau wie bei Kosmetika - Inhaltstoffe enthalten sein, für deren Zulassung auf dem Markt Tierversuche durchgeführt werden müssen. Die Versuche sollen dazu dienen, die Inhaltsstoffe auf ihre Sicherheit für den Menschen zu testen. Bei solchen Giftigkeitsprüfungen müssen Mäuse und Ratten, aber auch Kaninchen, Hunde und manchmal Affen die eingesetzten Chemikalien fressen, einatmen oder sie bekommen sie auf die Haut aufgetragen oder ins Auge geträufelt. Solche Versuche machen die betreffenden Hersteller auch schon bei der Entwicklung neuer Stoffe und Produkte, ohne dass dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft seit Jahren gegen diese Versuche und informiert die Verbraucher über Alternativen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2016

• Welpe Leo-Theo hat überlebt

Der Mitte Oktober im Park ausgesetzte schwerkranke Welpe hat überlebt! Der Kleine hatte Parvovirose, eine Krankheit, die bei Jungtieren fast immer tödlich endet. Inzwischen wissen wir dank der Medienpräsenz etwas mehr über den Junghund. Der Welpe heißt Leo und ist bereits ein halbes Jahr alt, er soll angeblich ein Dackel-Retriever-Mischling sein. Er wurde im Tierheim in Theo umgetauft. Theo wurde von seinen ursprünglichen Haltern wegen einer Allergie nach wenigen Tagen abgegeben und kam nach Chemnitz zu neuen Haltern. Dort verliert sich die Spur, wir wissen nicht, ob dieser Halter den Hund aussetzte oder wieder weitergab. Auf jeden Fall hatte es Theo bisher nicht leicht, insbesondere im Welpenalter sollte ein Junghund ein stabiles Zuhause haben.

Theo hat mit hohem medizinischem Aufwand die schwere Krankheit überstanden, er ist aber noch lange nicht gesund. Zu seiner Darmerkrankung kamen Augenprobleme und schwere Hautirritationen aufgrund der intensiven medikamentösen Behandlung. Theo musste streng von allen Hunden getrennt werden und auch der Kontakt der Tierpfleger musste aufgrund der Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert werden. Das ist nun zum Glück vorbei und Theo kann wieder den intensiven Kontakt zu Menschen genießen und vielleicht kann er auch bald wieder mit anderen Hunden herumtoben.

Wenn Theo gesundheitlich stabil ist, werden wir uns auf die Suche nach verantwortungsvollen Haltern machen.

Oktober 2016
 

• Nächste Gassigeherschulung am 03.12.2016

Die nächste Gassigeherschulung findet am 03.12.2016 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden ist nur nach erfolgter Schulung möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie bei den Hinweisen für Gassigeher.

• Schwerkranker Welpe in Park ausgesetzt

Am Samstagvormittag wurde das Tierheim zu einem Einsatz gerufen. Polizei und Anwohner hatten mitgeteilt, dass unter einer Parkbank ein kleiner ängstlicher Hund liegen würde. Als die Tierschützer vor Ort ankamen, erkannten sie sofort, dass sie hier einen schwerkranken Hund vor sich hatten. Es handelt sich dabei um einen ca. 5 Monate alten Retriever-Mischling, der Parvovirose hat.

Nachdem der Welpe aus dem Park geborgen werden konnte, wurde er umgehend zum Tierarzt gebracht und wird seither im Tierheim behandelt und versorgt. Seit Samstag kämpfen die Mitarbeiter des Tierheims um das Leben des Hundes. Sein Zustand ist sehr kritisch, zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar, ob der Welpe überleben wird.

Parvovirose verläuft bei Welpen häufig tödlich. Es handelt sich dabei um eine Viruserkrankung, die besonders geschwächte Tiere befällt, die Tiere nehmen kaum noch Nahrung zu sich, erbrechen und scheiden blutigen Durchfall aus. Häufig sterben die Tiere an Dehydrierung. Gegen die Krankheit wird in der Regel geimpft, sehr junge oder ungeimpfte Tiere sind aber besonders betroffen.

Wir vermuten, dass der Welpe einer der sogenannten Billig-Welpen ist, die über unseriöse „Züchter“ und Hundehändler über das Internet angeboten werden. Diese Welpen werden in der Regel unter sehr fragwürdigen Umständen gezüchtet, häufig viel zu früh und krank von der Mutter weggenommen und unter falschen Angaben verkauft. Die Hundehändler zählen auf das Mitleid und Dummheit der Käufer.

Da der Welpe mit seinen 5 Monaten auch eigentlich schon viel größer sein müsste und somit stark unterentwickelt ist, gehen wir davon aus, dass er aus keiner seriösen Zucht stammt und auch nicht zu verantwortungsvollen Menschen verkauft worden ist. Wer brächte es sonst fertig, einen schwerkranken Welpen bei dieser Witterung im Park auszusetzen und dem Tod zu überlassen?

Oktober 2016
 


• Vertrag mit Stadt Chemnitz abgeschlossen

Nach rund 5 Jahren ist es endlich soweit und ein neuer Vertrag über die Verwahrung von Tieren ist mit der Stadt Chemnitz fertig ausgehandelt. Ab 2016 bekommt das Tierheim 4 Cent mehr pro Einwohner. Wir müssen leider sagen, dass wir von einer kostendeckenden Erstattung leider noch weit entfernt sind. Wir konnten aber eine Anpassung der Erstattung in den Vertrag einbringen und hoffen in den nächsten Jahren auf eine schrittweise Anpassung an die realen Kosten. Nichtdestrotz sind wir froh, eine Einigung mit der Stadt erzielt zu haben, die dem Tierheimbetrieb Sicherheit gibt.

September 2016

• Aktion Jugendgruppe Gassigehen

Auch unsere Jugendgruppe unternahm im September noch einmal eine kleine Hundewanderung. Mit einigen kleineren Hunden ging es auf Tour rund um den Pfarrhübel. Dabei wurden aber nicht nur die Beine bewegt. Die Hunde sollten auch etwas tun und durften sich beim Reizangelspiel und beim Leckerlie-Suchen im Strohhaufen richtig austoben. Ende September wird die Jugendgruppe ein Insekten- und Igelhotel für den Winter bauen.

September 2016
 

• Hundewanderung im Tierheim Chemnitz

Bei schönem Sommerwetter wanderten in diesem Jahr rund 40 Menschen und 20 Hunde kreuz und quer durch die Einsiedler Wälder. Die Strecke war dieses Jahr etwas länger als in den vergangenen Jahren, insgesamt wurden rund 15km zurückgelegt. Vom Tierheim wanderten wir über den Pfarrhübel nach Einsiedel, über den Fischzuchtgrund wieder in den Wald und an der Talsperre Einsiedel vorbei rauf zur Zschopauer Straße und zum Goldenen Hahn. An der stillgelegten alten B 174 wurde eine lange Mittagspause eingelegt. Danach ging es über den Niedereinsiedler Wald zurück in den Ort und über den Eibischbusch zurück zum Pfarrhübel. Sowohl Menschen als Hunde haben die Wanderung genossen und auch heil überstanden, Muskelkater wird wohl der ein oder andere Zwei- und Vierbeiner hinterher doch gehabt haben.

September 2016
 

Ehemaliger Halter von Fly und Ayk verurteilt

Am 11.08.2016 fand die Verhandlung gegen den ehemaligen Halter von Fly und Ayk in Chemnitz statt. Wie wir der Presse entnehmen konnten, wurde Marco E. unter anderem wegen schwerer Tierquälerei verurteilt. Leider wurde uns bisher keine Akteneinsicht gewährt, sodass wir den Prozessverlauf nicht verfolgen können und keinen Einblick haben, auf welcher Basis der Angeklagte zu welcher Strafe verurteilt wurde. Keiner der Tierheimmitarbeiter wurde als Zeuge geladen.

Wir hoffen, dass der Angeklagte wenigstens ein lebenslanges Tierhalteverbot bekommt.

Hier geht’s zum Presseartikel

Marco E. ist den Behörden seit mehreren Jahren bekannt. In Bad Schlema hielt er bis zu 9 Hunden in einer Wohnung, die er völlig verwüstet hinterließ. Im Tierheim Chemnitz gab er einen dieser Hunde unter falschen Tatsachen in Pflege und kümmerte sich dann nicht mehr um das Tier. Im Januar 2015 fanden die Tierheimmitarbeiter in einem Fabrikgebäude in Wittgensdorf 4 Hunde, zwei waren verhungert, zwei andere lebten eben gerade noch und konnten vom Tierheim gerettet werden. Fly und Ayk haben inzwischen seit vielen Monaten ein neues Zuhause gefunden.

August 2016

• Tierquälerei auf Tiertransporten

Hier ein Artikel aus der Freien Presse vom 02.08.2016

Tierquälerei im Lkw: Polizei soll mehr kontrollieren
Bei einer Überprüfung von Viehtransporten wurden Anfang Juni bei Chemnitz schwere Verstöße aufgedeckt. Die Grünen fordern eine gesetzliche Beschränkung der Transportdauer.


Nach den massiven Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die Anfang Juni bei der Überprüfung von Viehtransportern an der Autobahn 4 bei Chemnitz aufgedeckt wurden, kommen Forderungen nach verstärkten Kontrollen.
 
"Nutztiertransporte sind für die Tiere eine stunden-, oft sogar tagelange Tortur: Enge, Hitze, Luftmangel und Durst", sagte der Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, Volkmar Zschocke. Die Verordnungen zu Tiertransporten würden oft nicht oder zu lasch kontrolliert, beklagte der Grünen-Politiker.

Drei Tage lang hatten die Chemnitzer Polizei und das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen an der Rastanlage "Auerswalder Blick" Lkw mit lebenden Tieren an Bord überprüft. Ergebnis: 40 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Auf einem Lkw mit Anhänger fanden die Beamten Kühe, die röchelnd am Boden lagen. Einige Tiere wiesen durch das Scheuern am Dach blutige Wunden am Rücken auf. "Die Luftklappen an den Seiten waren geschlossen, die Belüftung ausgeschaltet und die ausgewachsenen Tiere trotz nicht ausreichender Höhe teils auf zwei Ebenen geladen", so der Bericht der Beamten. Nachfragen von Zschocke beim Verbraucherschutzministerium ergaben jetzt: Bei elf von 16 Tiertransporten gab es Mängel. Dabei handelte es sich ausschließlich um deutsche Transportunternehmen. Drei von ihnen waren bereits in der Vergangenheit aufgefallen.

Aus dem Ministerium hieß es, man könne verstärkte Kontrollen anordnen, wenn dazu Anlass bestehe. "Dies war bisher nicht der Fall", sagte eine Sprecherin von Ministerin Barbara Klepsch (CDU). Auch die Polizei habe angekündigt, verstärkt im fließenden Verkehr zu kontrollieren. Die Polizei selbst erklärte, man sei täglich auf den Autobahnen unterwegs und halte verdächtige Lkw an. Für mehr stationäre Kontrollen fehle jedoch das Personal.

Die sächsischen Grünen verlangen indes, auf EU-Ebene eine Maximaltransportdauer von acht Stunden einzuführen. "National wollen wir die Transportdauer auf vier Stunden beschränken", erklärte Fraktionschef Zschocke. Generell müsse es darum gehen, Strecken zu verkürzen oder lange Transporte zu vermeiden - etwa durch mehr Nähe von Aufzucht und Schlachtung.

Von Oliver Hach, Freie Presse
erschienen am 02.08.2016

Der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine und Landesverbände fordern bereits seit Jahren eine Beschränkung der Transportdauer auf max. acht Stunden und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass solche Bilder irgendwann der Vergangenheit angehören werden!

• Hundewanderung am 03.09.2016

Am 03.09.2016 möchten wir unsere diesjährige beliebte Hundewanderung machen. Mitmachen können Mitglieder mit Gassigeherberechtigung, Gassigeher und Paten des Tierheims sowie deren Begleitpersonen. Wer keinen Tierheimhund ausführen kann oder möchte, kann natürlich auch den eigenen Hund mitbringen. Wir möchten diesen Tag nutzen, um den teils langjährigen Helfern und Unterstützern des Tierheims Danke zu sagen für die Arbeit, die diese Helfer bei uns leisten. Die Hundewanderung wird wie in den vergangenen Jahren etwa 10 km lang sein, anschließend möchten wir den Tag mit Euch bei gemütlichem Kaffeetrinken und Gebäck ausklingen lassen. Für das leibliche Wohl während der Wanderung ist gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihre rege Beteiligung!

Die Anmeldeliste liegt im Tierheimbüro aus.

• Jungvogel gefunden - was tun?

Jetzt mitten im Sommer und besonders an heißen Tagen erreichen uns immer wieder Meldungen von Bürgern, die Jungvögel auf dem Boden gefunden haben. Bevor man so ein vermeintlich hilfloses Tier mitnimmt, sollte man zuerst prüfen, ob der Vogel überhaupt Hilfe braucht. Häufig springen Jungvögel aus dem Nest, bevor sie flugfähig sind. Das ist ganz normal. Die Elterntiere versorgen die Jungen auch auf dem Boden weiter, bis das Jungtier fliegen kann. Den Jungvogel aus seiner gewohnten Umgebung zu nehmen ist in solchen Fällen nicht ratsam. Insbesondere Krähen, Elstern und Häher sollten unbedingt in der Natur belassen werden, denn diese Tiere werden extrem schnell handzahm und können dann nicht mehr ausgewildert werden. In den Medien gibt es immer mal wieder Meldungen von Raben oder Krähen, die Menschen angreifen - das sind immer handaufgezogene Tiere! Dass die Natur knallhart und nicht immer nur nett ist, sollte jedem Menschen bewusst sein.

Besonders an heißen Tagen springen viele Mauersegler aus dem Nest, weil es ihnen zu warm wird. Mauersegler können vom Boden nicht starten und brauchen deshalb Hilfe. Wenn das Tier gesund ist, kann man einen Flugversuch von einer erhöhten Position machen (z.B. Leiter). Ist das nicht der Fall, ist es das Beste, das Tier in eine Wildvogelauffangstation zu bringen. Leider gibt es in Chemnitz keine Station, die sich um in Not geratene Wildtiere kümmert.

Greifvögeljungtiere sind in diesem Jahr besonders häufig zu finden. Vermutlich durch den milden Winter ist die Mäusepopulation stark angestiegen und infolgedessen auch die der Greifvögel. Junge Greifvögel werden von Falknern betreut, im Idealfall melden sich Finder bei der zuständigen Jagdbehörde, die dann den Kontakt zum Falkner herstellt. Im Notfall kann das Tierheim kontaktiert werden.

Juli 2016

• Extrem verfilzte Katze auf Kaßberg gefunden

Wieder einmal wurde eine verwahrloste Katze ins Tierheim gebracht. Der Perserkater wurde angeblich auf einem Parkplatz auf der Barbarossastraße gefunden. Das Tier war extrem verfilzt und scheint schon seit Monaten keine Bürste mehr gesehen zu haben. Wir vermuten, dass die Finder die eigentlichen Besitzer des Tieres waren oder zumindestens den Halter kannten, denn die Finder wussten das Geschlecht des Tieres, obwohl der Kater viel zu stark verfilzt war, als dass man das hätte erkennen können. Die Tierpfleger konnten erst nach dem Scheren des Tieres die Angabe nachprüfen. Zwei Stunden Rasur musste der Kater am Freitagabend über sich ergehen lassen, aber er fühlte sich merklich wohler, nachdem er seine Wolle los war. Der Kater wird im Tierheim geimpft, gechippt und entwurmt und dann in ein liebevolles Zuhause vermittelt, wo es ihm hoffentlich besser ergeht als in seinem vorherigen Leben.

Juni 2016
 
Vor dem Scheren - der Filz ist so dicht, dass man nicht einmal mit einer Stricknadel durchkommt


Einen 5-Liter-Eimer Fell rasierten die Mitarbeiter dem Kater ab


Nach der Rasur geht’s dem Kater wieder gut, endlich merkt er es wieder, wenn er gestreichelt wird

• Nächste Gassigeherschulung am 20.08.2016

Die nächste Gassigeherschulung findet am 20.08.2016 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden ist nur nach erfolgter Schulung möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie bei den Hinweisen für Gassigeher.

• Ausgestopfter Hund löst Polizeieinsatz aus

Samstagnacht wurde das Tierheim von der Polizei zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. In einem verwilderten Grundstück würde seit Stunden ein Hund sitzen. Die Polizei rief das Tierheim zu Hilfe. Nach einigem Hin und Her wurde der Hund mit einer Stockschlinge gesichert. Was in der Dunkelheit zuerst niemand bemerkt hatte, wurde nun offensichtlich. Es handelte sich gar nicht um einen echten Hund, sondern um ein ausgestopftes Tier, das aus bisher ungeklärter Ursache dort stand. Das Tierpräparat befindet sich nun im Tierheim Chemnitz. Der rechtmäßige Besitzer des Hundes kann sich gern im Tierheim melden.

Einsätze dieser Art gibt es immer wieder im Tierheim. Die Mitarbeiter mussten schon öfter wegen vermeintlich verletzter Tiere ausrücken, die sich dann als Plastiktüten oder Müll entpuppten. Im Winter „rettete“ eine Frau eine Schildkröte auf einem Parkplatz und rief das Tierheim zu Hilfe. Die Schildkröte war ein Plastikspielzeug.

Juni 2016
 

• Das traurige Schicksal der Ebay-Tiere

Seit etwa zwei Jahren beobachten wir im Tierheim einen Rückgang der Tierbestandszahlen. Das ist nicht nur hier in Chemnitz so, sondern bundesweit zu beobachten. Was zunächst wie ein gutes Signal klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Negativpunkt.

Wer sein Tier loswerden möchte oder mal eben schnell ein Tier haben will, wird im Internet fündig. Über Ebay, facebook und viele andere Plattformen werden Tiere munter hin und her verkauft. Wer im Tierheim sein Tier abgeben will, muss in der Regel eine aktuelle Impfung nachweisen und häufig auch eine Abgabegebühr zahlen. Über das Internet werden die Tiere noch mit Gewinn verkauft.
 
Und es finden sich immer wieder Unbedarfte, die, man muss es so deutlich sagen, dumm genug sind, solche „Sonderangebote“ über Ebay zu kaufen. Irgendwann landen diese Tiere dann doch im Tierheim und sind inzwischen durch zig Hände gegangen. Auch zu uns kommen immer mehr Tiere, die zuvor über das Internet gekauft wurden.

Ein besonders trauriger Fall war der Schäferhund-Welpe „Edgar“. Er kam mit gerade einmal 16 Wochen ins Tierheim und hatte bis dahin schon ca. 7-8 Besitzer gehabt. Der letzte Halter hatte beim Tierarzt Epilepsie diagnostizieren lassen und gab den Hund deswegen ins Tierheim. Edgar litt leider nicht nur an Epilepsie, sondern hatte auch große motorische und geistige Störungen, die mit zunehmendem Alter immer schlimmer wurden. Edgar musste Ende Mai mit erst 5 Monaten von seinem Leid erlöst werden.

Edgar ist nur ein Beispiel für viele Hunde und Katzen, die immer öfter übers Internet angeschafft und dann ebenso verantwortungslos weiterverkauft oder ins Tierheim gebracht werden. Wir hatten gehofft, dass nach so vielen Jahren immerwährender Aufklärung über den verantwortungsvollen Kauf von Tieren die Menschen bewusster mit dem Thema umgehen würden. Doch das ist wohl leider vorerst nur ein Traum, auf den wir weiter hinarbeiten werden.

Juni 2016

• Tag der Biodiversität

Am 22. Mai ist der Internationale Tag der Biodiversität, also der Artenvielfalt. Dass das Thema topaktuell ist, kann man immer wieder in den Nachrichten hören, vom Bienensterben, weniger Singvögeln und Monokulturen in der Landwirtschaft ist die Rede.

Hauptursache für den Rückgang der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen ist unser Umgang mit der Natur. Insbesondere die industrielle Landwirtschaft schadet mehr, als sie nützt. Um hohe Erträge zu erwirtschaften, werden Äcker massiv gedüngt, Unkräuter werden mit Pestiziden bekämpft. Durch die Düngung gelangen immer wieder Gifte ins Grundwasser und durch die Pflanzen- und Insektenvernichtungsmittel werden Wildkräuter systematisch ausgerottet. Dadurch finden aber auch viele Insekten keine Nahrung mehr. Fehlen die Insekten, fehlen bald auch die Vögel, die sich von Insekten ernähren.
 

Bereits 1962 hat Rachel Carsons in ihrem Buch „Der stille Frühling“ auf diese Entwicklung aufmerksam gemacht. Heute sind wir nahe am stillen Frühling dran. Es gibt in der Tat deutlich weniger Vögel als noch vor 20 Jahren und auch die Insekten sind massiv zurückgegangen. Mitarbeiter des Entomologischen Vereins Krefeld sammeln an rund 90 verschiedenen Stellen Insekten. Zwischen 1989 und 2014 ist die Zahl der gesammelten Insekten um 82% zurückgegangen, Tendenz weiter sinkend. Dieser große Insektenschwund macht sich aber nicht nur bei den Vögeln bemerkbar, die keine Nahrung mehr finden. Auch den Menschen wird die intensive Landwirtschaft auf die Füße fallen, denn wer soll die Pflanzen bestäuben, wenn keine Insekten mehr da sind? Wir sägen uns sozusagen selbst den Ast ab, auf dem wir sitzen. Wir sind von den Tieren, ganz besonders von vielen Insekten, viel abhängiger, als sich die meisten Menschen klarmachen. Eine Alternative ist die biologische Landwirtschaft. Auch diese ist nicht ohne Fehler, arbeitet aber wesentlich umweltfreundlicher als die konventionelle Landwirtschaft. In der Bio-Landwirtschaft sind Pestizide verboten, Unkräuter werden mechanisch entfernt - oder einfach stehengelassen. Auf Bio-Äckern finden Insekten und Vögel genug Nahrung. Durch eine durchdachte Fruchtfolge muss auch weit weniger gedüngt werden und das Grundwasser wird nicht belastet. Bio-Produkte haben natürlich ihren Preis. Würde man aber die Kosten für Umweltverschmutzung, Grundwasserverseuchung, Artensterben und weite Transportwege auf den Preis der konventionell hergestellten Lebensmittel aufrechnen, kämen diese Lebensmittel sehr viel teurer als Bio-Produkte. Jeder von uns hat es in der Hand, durch sein Kaufverhalten etwas für die Umwelt zu tun. Darüber nachzudenken, was hinter billigen Lebensmitteln steckt, lohnt sich auf jeden Fall.

Mai 2016

• Tierisch-tierisch dreht im Tierheim Chemnitz

Am 11. Mai 2016 um 19.50 Uhr im MDR ist es wieder soweit: die Sendung stellt Tiere aus dem Tierheim Chemnitz vor. Gedreht wurde die Folge bereits Ende April. Zwei Tage waren Drehteam und Mitarbeiter vollauf beschäftigt, die Tiere gut in Szene zu setzen und so hoffentlich für alle Tiere ein neues Zuhause zu finden. Für die Mitarbeiter ist die Auswahl der Tiere immer besonders schwierig, denn alle Tiere verdienen ein neues Zuhause, aber es können nun mal nicht alle Tiere vorgestellt werden. Am Ende gibt es einen bunten Mix aus alteingesessenen und relativ neuen Tieren. Wir drücken allen Tieren die Daumen, dass sie über die Sendung ein neues Zuhause bekommen!

April 2016
 

• Mausmobil kommt am 21.04.2016 nach Chemnitz

Bereits zum 2. Mal kommt am 21.04.2016 das Mausmobil des Vereins Ärzte gegen Tierversuche nach Chemnitz. Der Verein tourt durch ganz Deutschland und möchte auf die Missstände der Tierversuche aufmerksam machen. Die Ärzte gegen Tierversuche sagen dazu:

„Mit der Tour wollen wir unsere Argumente gegen Tierversuche und für eine In-vitro-Forschung einer noch größeren Öffentlichkeit zugänglich machen, neue Aktive gewinnen, und letztlich mehr Bürger bewegen, zu einer „kritischen Masse“ zu werden, die den Druck auf Politik und Wissenschaft verschärft. Denn Tierversuche sind aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ein fataler Irrweg für Tier und Mensch und blockieren die leistungsstarke tierversuchsfreie Forschung.“

Unterstützen Sie die Bewegung mit Ihrem Besuch und machen Sie auf die Aktion aufmerksam!

April 2016
 

• Kaninchenleid zur Osterzeit

Für viele gehört zum traditionellen Osterfest der Kaninchenbraten dazu. Allerdings hat das Leben der 25 Millionen Mastkaninchen, die hier in Deutschland gehalten und geschlachtet werden, nichts mit der Idylle vom frei hoppelnden Kaninchen zu tun. Zur Erzeugung von Kaninchenfleisch werden die Tiere in engen eintönigen Drahtkäfigen über mehrere Etagen gehalten. In der beengten Haltung sind die bewegungsfreudigen Tiere nahezu zur Bewegungsunfähigkeit verdammt. Hoppeln, Sprünge, „Männchenmachen“ sind nicht möglich. Die Folge sind schmerzhafte Wirbelsäulenverkrümmungen und Gelenkprobleme. Um das Mastgewicht schneller zu erreichen, erhalten die Kaninchen vorwiegend nährstoffreiches Trockenfutter, das in Pellets gepresst ist. Dies führt zu massiven Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Erkrankungen, den häufigsten Todesursachen bei Kaninchen.

 


Kaninchen sind sozial lebende Tiere, die in selbstgebauten Höhlen in Familiengruppen von zwei bis fünf Weibchen und einem Bock leben. Gemeinsames Ruhen, soziale Körperpflege, Springen, Laufen und häufige Nahrungsaufnahme bestimmen den Tagesrhythmus. Kaninchen nehmen unter natürlichen Bedingungen mit 60 bis 90 Mahlzeiten pro Tag vorwiegend ballaststoffreiche Nahrung wie z. B. Heu, Gras, Stroh zu sich. Kaninchen können auch unter gewerblichen Bedingungen tiergerecht gehalten werden:

• Gruppenhaltung im Stall mit Weideauslauf für mehrere
  Weibchen und einen Bock
• reduzierte Besatzdichte, die zusammenhängende
  Hoppelsprünge ermöglicht
• eingestreute und strukturierte Umgebung mit Fress-,
  Ruhe- und Aufenthaltsbereich Artgemäße Fütterung mit
  Heu, Grünfutter, Obst und Gemüse
• Objekte zum Benagen wie Äste, Rindenstück etc.

Derzeit werden solche Haltungssysteme für Kaninchen bereits teilweise in der Schweiz eingesetzt. In Deutschland gibt es vergleichbare Haltungssysteme in größerem Stil bisher nicht. Das muss sich ändern!

Im September 2013 wurde eine Mastkaninchenverordnung verabschiedet. Am 11. August 2014 traten die Regelungen in Kraft. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes sind diese zwar ein erster Schritt, doch es sind dringend Nachbesserungen erforderlich, um die Tiere vor Gesundheits- und Verhaltensschäden zu schützen. Denn: Die Käfighaltung ist weiterhin möglich, die Platzvorgaben sind zu gering und auch ein Freilauf ist nicht vorgesehen. Wir rufen daher alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, auf den Verzehr von Kaninchenfleisch zu verzichten oder den Osterbraten beim Bauern des Vertrauens zu holen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

März 2016

• Jugendgruppe nimmt Kaninchen und Meerschweinchen unter die Lupe

Ende Februar traf sich unsere Jugendgruppe zum zweiten Mal im Tierheim, diesmal ging es um die Haltung und Pflege von Kaninchen und Meerschweinchen. Die Jugendlichen konnten sich zunächst ein Bild vom Käfigzubehör und Futtermitteln machen, die im Handel angeboten werden und nicht immer zum Wohl des Tieres sind. Anschließend ging es für die Teilnehmer direkt in das Kleintierzimmer des Tierheims, wo die Käfige der Tiere neu eingerichtet wurden. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz und die Tiere des Tierheims durften sich über eine Extraportion Futter und selbstgebasteltes Spielzeug freuen. Ein schöner Wochenabschluss für die Meerschweinchen und Kaninchen des Tierheims!

März 2016
 



• 2,8 Millionen Versuchstiere!

2014 wurden rund 2.800.000 Wirbeltiere und Kopffüßer (Kraken, Tintenfische) zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Wir kritisieren die Bundesregierung für die intransparente Veröffentlichung der Tierversuchszahlen 2014. Die Vorgaben aus der EU-Tierversuchsrichtlinie sollten für mehr Transparenz sorgen – z.B. wie schwerwiegend waren die Versuche für die Tiere, oder aus welchen Ursprungsländern stammten die verwendeten Affen - doch das zuständige Landwirtschaftsministerium (BMEL) hat bislang lediglich eine einzige Tabelle veröffentlicht, in der sich bis auf die Tierarten und den übergeordneten Verwendungszweck keine weiteren Informationen finden.

Die am häufigsten verwendeten Tiere bleiben Mäuse mit circa 660.000 Tieren, gefolgt von rund 273.000 Fischen und rund 105.800 Kaninchen. Doch auch über 4.600 Hunde, rund 1.000 Katzen und fast 3.000 Affen mussten für den Forscherehrgeiz und wirtschaftliche Interessen ihren Kopf hinhalten. Wie bereits in den Vorjahren fällt der Mammutanteil des „Tierverbrauchs“ in den Bereich der Grundlagenforschung, der dem Erkenntnisgewinn ohne absehbaren Nutzen für Mensch, Tier oder Umwelt dient: Über 870.000 Tiere, 31 % des Gesamtverbrauchs.

 
Tierversuchsgegnern wird häufig unterstellt, den wissenschaftlichen Fortschritt unserer Gesellschaft bremsen zu wollen oder das Wohl der Tiere über das des Menschen zu stellen. Das Gegenteil ist aber der Fall: Tierversuche sind nicht nur aus ethischer Sicht abzulehnen, sondern sie liefern in der Regel Ergebnisse, die nur schwer auf den Menschen übertragbar oder von vorneherein medizinisch irrelevant sind. Tierversuchsfreie Test- und Forschungsmethoden, oft als "Alternativmethoden" bezeichnet, werden von vorneherein dafür entwickelt, spezifische Fragestellungen präzise beantworten zu können. Der „Umweg“ über eine andere Spezies wird ausgelassen, stattdessen wird mittels hochmoderner Verfahren unmittelbar mit Blick auf den menschlichen Patienten geforscht.

Welche Qualen die Versuche für die betroffenen Tiere bedeuten, kann man sich kaum vorstellen. Machen Sie sich selbst ein Bild, erleben Sie die Tierversuche aus der Perspektive der Tiere.

Februar 2016

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• Jugendgruppe trifft sich im Tierheim

Zum ersten Mal hat sich am Freitag unsere Jugendgruppe im Tierheim getroffen. Nach einer kurzen Kennlernrunde erkundeten die sechs Jugendlichen das Tierheim und lernten unsere Räumlichkeiten und die Tierheimtiere kennen. Im Anschluss bastelte die Gruppe aus alten Klorollen und Kartons verschiedene Katzenspielzeuge, die den Tierheimkatzen auch gleich überreicht wurden - zur großen Freude der Katzen. Das nächste Treffen der Jugendgruppe findet am 26. Februar statt, dann werden sich die Jugendlichen mit der richtigen Haltung, Fütterung und Pflege von Meerschweinchen und Kaninchen beschäftigen.

Februar 2016
 


• Tierisch unterwegs -
   Tierheim Chemnitz bekommt neuen Tierhilfewagen

Unter dem Motto „Tierisch unterwegs“ sponserte der Deutsche Tierschutzbund Ende Januar in Paderborn 50 Tierhilfewagen der Marke Opel Combo an Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland - auch an das Tierheim Chemnitz. Das war nur dank der Hilfe von vielen tierlieben Menschen und Firmen möglich, die den Deutschen Tierschutzbund mit Spenden unterstützen. Zum Einsatz kommen sollen die neuen Fahrzeuge für Tierrettungen, tägliche Fahrten zum Tierarzt, den obligatorischen Transport von Futtermitteln und allem anderen, was die Tierheime tagtäglich benötigen. Die Autos sind mit auffälligen Motiven bedruckt: auf der einen Seite mit einem Motiv des Deutschen Haustierregisters (registrier-dein-tier.de) und auf der anderen Seite mit einem Katzenmotiv mit Spendenaufruf. Bei der Übergabe der Wagen machte der Verband erneut auf die angespannte finanzielle Lage der Tierheime und die fehlende Unterstützung durch die Kommunen aufmerksam.

Die Übergabe der Autos beinhaltete gleichzeitig ein ADAC-Fahrsicherheitstraining, sodass die Tierschützer die neuen Wagen gleich unter Extrembedingungen testen konnten.

Quelle und © Deutscher Tierschutzbund

Januar 2016
 

• Fleischatlas 2016 zeigt erschreckende Trends auf

Der jährlich erscheinende Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung ist immer lesenswert und zeigt auch für 2016 erschreckende Tendenzen und Praktiken auf. Mittels vieler Grafiken wird auch dem Laien deutlich, wie die Fleischindustrie sich in Deutschland entwickelt und welche Auswirkungen das auf uns alle hat.

So wird deutlich, dass trotz leicht gesunkenen Verbrauchs in Deutschland die Produktion von Fleisch um ein Vielfaches gestiegen ist, bei Geflügel um 75%. Gleichzeitig gingen fleischerzeugende Betriebe von 70.000 auf 4.500 zurück. Die Fleischindustrie ist hauptsächlich auf Export ausgelegt und wird in dieser Hinsicht auch von Bund, Ländern und EU gefördert. Der Trend geht weiter hin zu immer mehr Megaställen und immer weniger Kleinbetrieben - zu Lasten der Tiere, der Umwelt und der Arbeiter.

Die meisten Mastanlagen stehen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Sachsen wurde in den vergangenen Jahren kräftig gebaut, vor allem im Bereich Geflügel. In Sachsen wurden 2013 rund 1,8 Millionen Masthühner gehalten, Tendenz steigend. Für 2015 wurden 710.000 neue Plätze für Geflügel beantragt. 98% der Tiere stammen aus der Industriehaltung. Aufgrund von Bürgerprotesten in NRW und Niedersachsen verlagern Betriebe sich zunehmend nach Sachsen, wo die Bestimmungen nicht so streng sind. Die Folgen für die Umwelt sind vielfach erhöhte Nitratimmissionen in die Böden und das Grundwasser, Ammoniakimmissionen in die Luft, Verseuchung der Umwelt mit Antibiotikarückständen und Gülle. Gleichzeitig steigt die Gefahr für Tierseuchen. Der Erzgebirgskreis steht in der Produktion von Mastgeflügel an zweiter Stelle in Sachsen (1,4 Millionen Tiere). Und immer mehr Megaställe werden von den Behörden genehmigt.

Dass es auch anders geht, zeigt der Trend zur Ökolandwirtschaft. Diese hat sich in Sachsen seit 1999 verdoppelt. Die Bauern achten auf Mischkulturen, artgerechte Tierhaltung und verzichten, soweit es geht, auf Tierfutterimporte. Insbesondere in den Großstädten Deutschlands ernähren sich immer mehr Menschen vegan oder zumindestens vegetarisch. Viele kleinere Unternehmen bieten inzwischen über Onlineshops Fleisch aus artgerechter Haltung an, sodass auch Verbraucher erreicht werden können, die keinen Biobauernhof um die Ecke haben. Gute Alternativen zur industriellen Landwirtschaft gibt es viele und wir als Verbraucher können durch unser Kaufverhalten Druck auf Industrie und Behörden ausüben. Wir haben es in der Hand!

Hier gibt’s den Fleischatlas zum Download (PDF, 6MB)
 

• Schwerkranke Hündin im Rabensteiner Wald ausgesetzt

Am Sonntagabend machten Spaziergänger im Rabensteiner Wald einen schlimmen Fund: eine offenbar sehr kranke Hündin wurde dort offenbar kaltblütig ausgesetzt. Die Mischlingshündin konnte nicht laufen, sondern brach immer wieder zusammen und zitterte am ganzen Körper. Die tierlieben Finder brachten die Hündin zunächst zum Tierarzt, der sie stabilisierte. Die Hündin, die von uns auf den Namen „Karo“ getauft wurde, wurde am Montagmorgen von der Tierarztpraxis Dr. Riedel gründlich durchgecheckt. Die Diagnose: ein ziemlich großer Nierentumor, Kreislaufprobleme, Inkontinenz und Übergewicht. Karo ist schon eine alte Hündin, sie sieht wahrscheinlich auch nicht mehr so gut, sie ist aber eine sehr liebe und freundliche Hündin, die sich über jede Aufmerksamkeit freut. Karo muss Ende der Woche operiert werden, wir hoffen, dass sie die OP gut übersteht und nicht noch mehr Tumore zum Vorschein kommen.

Der Trend, alte und schwer kranke Hunde ins Tierheim abzuschieben oder auszusetzen, nimmt seit Jahren zu und belastet das Tierheim erheblich. Für eine Operation fallen immer zwischen 400-500 € an. Jedes Jahr müssen wir zwischen 10-15 solcher Hunde tierärztlich versorgen. Für manche Hunde kommt auch jede Hilfe zu spät und wir können die armen Tiere nur noch erlösen. Wir würden uns wünschen, dass die Menschen verantwortungsvoller mit ihren Haustieren umgehen und sich nur dann ein Tier anschaffen, wenn sie auch die Tierarztkosten bezahlen können.

Januar 2016
 

• Welpenfunde bei Grenzkontrollen in Bayern – Ministerium will Rücktransport verfügen Deutscher
   Tierschutzbund fordert Rücktritt der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf


In Zusammenhang mit den neu angeordneten verschärften Grenzkontrollen entlang der bayerischen Landesgrenze zu den EU-Partnern kommt es vermehrt auch zu Tierfunden. In den letzten Tagen waren es insgesamt 215 illegal transportiere Hundewelpen aus Osteuropa, 50 Zebrafinken und 20 Schildkröten. Die Tiere wurden in teils nächtlichen Rettungsaktionen auf bayerische Tierheime verteilt. Die für einen Transport viel zu jungen, zumeist kranken Welpen werden u.a. in den Quarantänestationen der Tierheime betreut. Durch die Rettungsaktionen sind die bayerischen Tierheime jetzt überfüllt, es droht der Kollaps des praktischen Tierschutzes. Nun hat das Tierseuchenreferat des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft in Bonn den Veterinären mitgeteilt, dass nach juristischer Prüfung alle Welpen der letzten beiden Tiertransporte nach Ungarn bzw. in die Slowakei zurückgeschickt werden können – sofern sie transportfähig sind. Die Entscheidung muss aber durch die örtlichen Behörden vollzogen werden. Aus Tierschutzsicht ist ein Rücktransport nicht akzeptabel, da die geschwächten Tiere u.a. von Giardien befallen sind und Verdacht auf den gefährlichen Parvovirus besteht. Die zuständige Umweltministerin Bayerns, Ulrike Scharf (CSU), will offenbar trotzdem den Rücktransport organisieren - dies lässt sich aus einer Verfügung der örtlichen Veterinärbehörden schließen, die dem Verband vorliegt. Dabei ist sie sich nicht zu schade als Begründung auch anzuführen, dass man sicherstellen müsse, dass die bayerischen Tierheime weiter Tiere aufnehmen können. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist die Ministerin nicht mehr tragbar.

„Keine Tierschutzministerin, kein Tierschutzminister darf auch nur erwägen, solch malträtierte Tiere wieder in den Transport zu geben. Ein Rücktransport wäre für die viel zu geschwächten Tiere das Todesurteil. Perfide ist, dass die bayerische Ministerin nun die bedrohliche Lage der Tierheime, neben dem Verweis auf das Bundesseuchenreferat, als Grund vorschiebt. Es geht ihr im Grunde darum, dass das Land Bayern und die Behörden nicht in eine Betreuungs- und Zahlungspflicht kommen, deshalb will sie die Tiere schnell wieder loswerden. Jahrelang hat sich das Land Bayern trotz aller Mahnungen nicht für die Lage der Tierheime interessiert, sonst hätten wir schon längst mehr Quarantäne- und Krankenstationen und höhere Aufnahmekapazitäten. Eine Ministerin, die so agiert, ist - freundlich ausgedrückt - völlig überfordert und nicht mehr tragbar im Amt“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und fordert den Rücktritt der Ministerin.

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Bayern haben schon vor Jahren und bis heute gemahnt, dass der Freistaat und die Kommunen im Land dringend in die Tierheim-Infrastruktur investieren müssen. Der damalige Umweltminister und heutige Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte sich strikt verweigert. Nun werden die Folgen deutlich: Es fehlt an Quarantäne- und Krankenstationen sowie Zwingern für die große Zahl der Tiere. Und das, obwohl es vorhersehbar war, dass mit den verschärften Grenzkontrollen derartige Tierfunde dramatisch zunehmen würden. Die Landesregierung hat keinen Notfallplan, die Umweltministerin ist fachlich völlig überfordert.

„Wir brauchen dringend einen Maßnahmenplan der Landesregierung, der mit den Tierheimen und den Grenz- und Veterinärbehörden abgesprochen ist, wie der praktische Tierschutz in Bayern jetzt stabilisiert werden kann. Denn Fakt ist, dass als Folge des bisher planlosen Vorgehens von Umweltministerin Ulrike Scharf der Kollaps des praktischen Tierschutzes in Bayern bevorsteht“, ergänzt Schröder.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Dezember 2015

• Nächste Gassigeherschulung am 30.01.2016

Die nächste Gassigeherschulung findet am 30.01.2016 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden ist nur nach erfolgter Schulung möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie bei den Hinweisen für Gassigeher.

• Hundewanderung am 05.12.2015

Einen Tag vor Nikolaus fand unsere diesjährige Hundewanderung statt. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, die Sonne schien den ganzen Tag, es war nicht zu warm oder zu kalt. Rund 30 Gassigeher, Paten und Mitarbeiter zogen mit den eigenen Vierbeinern oder den Tierheimhunden los in Richtung Erfenschlag. Über den Schusterberg wanderten wir zur Schönen Aussicht, die wir dank des guten Wetters auch voll genießen konnten. Dort gab`s die erste Trinkpause für Mensch und Tier, dann zogen wir durch den Niedereinsiedler Wald zum Wassertretbecken am Lehmgrubenweg, wo wir eine längere Mittagspause einlegten. Frisch gestärkt und ausgeruht ging es dann über den Eibischbusch wieder hinauf auf den Pfarrhübel und zum Tierheim zurück. Bei Stollen und Kaffee im Vereinshaus ließen wir die Wanderung ausklingen.

Dezember 2015
 

• Tipps zum Umgang mit Igeln

Im Herbst beginnen Igel, sich auf ihren Winterschlaf vorzubereiten. In Gärten und Parks sind sie auf Nahrungssuche unterwegs. Der Tierschutzverein Chemnitz warnt vor falsch verstandener Tierliebe – insbesondere auch für Jungigel, die derzeit vermehrt auch tagsüber anzutreffen sind: Nur offensichtlich kranke oder verletzte Igel sollten von Menschen in Obhut genommen werden. Ein igelfreundlicher Garten oder eine Zufütterung können dagegen helfen, die Tiere sicher über den Winter zu bringen.

Die meisten Igel kommen im August oder September und damit für Tiere sehr spät auf die Welt. Mit Herbstbeginn sind sie selbständig und versuchen, sich noch vor dem Winter ihr Mindestgewicht anzufressen. Die dämmerungsaktiven Tiere
 
sind daher auch vermehrt am Tag anzutreffen. Einen solchen Igel sollte man zunächst erst einmal beobachten. Sofern der Igel nicht verletzt oder augenscheinlich krank erscheint, ist er draußen und in seiner natürlichen Umgebung besser aufgehoben. Bevor ein Igel vorschnell in Pflege genommen wird, sollte man zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein um fachlichen Rat fragen.

Den Garten igelfreundlich gestalten

Wer einen Garten besitzt, kann diesen so gestalten, dass Igel genügend Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten finden. Da die Tiere bei ihrer Nahrungssuche weite Strecken zurücklegen, sollte ein igelfreundlicher Garten immer Durchgänge zu anderen Grundstücken besitzen. Von Laubsaugern, von denen kleinere Igel sogar eingesaugt und getötet werden können und Laubbläsern, die neben dem Laub auch die darin versteckten Kleintiere wegblasen, sollte man besser Abstand nehmen. Ein Rechen stellt die igelfreundliche Alternative dar. Im Idealfall lassen Gartenbesitzer das Laub, das im Herbst herunterfällt, allerdings liegen. Es bietet vielen Insekten Unterschlupf - und Igeln somit ein ideales Futterreservoir. Auch für den fünf bis sechs Monate dauernden Winterschlaf benötigen die Stacheltiere größere Laubhaufen, in denen sie sich gut geschützt zu einer Kugel zusammenrollen. Igelmännchen beginnen je nach Witterung ab Anfang Oktober mit dem Winterschlaf. Es folgen die Weibchen, die nach der Jungenaufzucht noch mehr Energie aufnehmen müssen. Jungigel ziehen sich noch später – etwa Anfang November – zurück. Bis dahin müssen sie sich ausreichend Fettreserven bis zu einem Gesamtgewicht von mindestens 500 Gramm anfressen, damit sie ihren ersten Winter überstehen.

Zufütterung mit Katzenfutter

Liegt in Gärten und Parks genügend heruntergefallenes Laub, finden die Igel in der Regel ausreichend zu fressen. Sie ernähren sich bevorzugt von kleinen Insekten, Würmern und Weichtieren. Jetzt im Herbst kann für junge Igel auch eine Zufütterung durch den Menschen sinnvoll sein. Essensreste sind allerdings kein geeignetes Igelfutter, ebensowenig wie Milch, von der Igel Durchfall bekommen. Stattdessen bietet es sich an, flache Schälchen mit Katzenfutter, gemischt mit Haferflocken oder Weizenkleie, für die stacheligen Gartenbewohner nach draußen zu stellen.

November 2015

• Qualzucht-Nacktkatzen im Tierheim

Seit Anfang Oktober leben im Tierheim zwei Sphynx-Katzen, die unter falschen Vorwänden ins Tierheim gebracht wurden. Bei den Tieren handelt es sich eindeutig um Qualzuchten, denn die Tiere besitzen keinerlei Haare mehr, also auch keine Tasthaare. Die Tasthaare sind für Katzen ein wichtiger Teil der Sinnesorgane und das Fehlen dieser Tasthaare wurde schon 1999 vom Bundesministerium für Landwirtschaft als Qualzucht eingestuft. Das Alter der beiden Tiere ist uns leider unbekannt.

Die beiden Tiere, ein Kater und eine Miez, wurden mittlerweile beide kastriert, geimpft, gechippt und entwurmt und sind nun auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Die beiden Tiere sind reine Wohnungskatzen und werden nur gemeinsam vermittelt. Sie sind sehr anhänglich und lieb.

November 2015